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"Tanz in Wald und Wiesen"

Aktualisiert: 12. Mai 2021

Corona treibt uns hinaus, in die Wälder, Felder und Wiesen. Nicht nur die Privatmenschen, sondern auch die Künstler sind gezwungen sich neue Frei-Räume zu suchen. Für Tanz und Darstellende Künste gibt es kaum noch Platz zum existieren. Proben spielen sich hinter den Kulissen ab, ohne in einer öffentlichen Aufführung zu münden. Es herrschen starke Einschränkungen und Hygienebedingungen, die es schwer, manchmal unmöglich machen, Tanzstücke, wie sie vorher waren, zu konzipieren, zu entwickeln oder aufzuführen. Manche Kunstsparten gehen buchstäblich "vor die Hunde". Wie z.B. das hochinteressante Gebiet der Contact Improvisation, welches sich seit den 70er Jahren fortlaufend in Entwicklung befand, ein offenes Feld der stetigen Recherche und Spekulation und wertfreie Schnittstelle zwischen professionellem und Laien-Tanz. Der Tänzer ist nun gezwungen sich zu testen, zu impfen, Antikörper zu bilden und der Raum für Bewegung und Kreativität schrumpft.

Die Digitalisierung bietet zwar eine Chance in der Öffentlichkeit präsent zu bleiben, doch ist die Reizüberflutung durch Bildschirme, Emails, Nachrichten derart enorm, dass die Menschen immer mehr in den Wald flüchten. Die Natur bietet uns rückhaltlos immer noch Zuflucht und Heilung und empfängt uns in ihrem absolutem sich stetig wandelnden Seins-Zustand.

So auch die Tänzer. Wo kann er freier sein, als zwischen Erde, Blättern, Blumen und Bäumen, wenn die Sonne kitzelt und der Wind die Haare verweht.

Ist das die neue Perspektive des Tanzes? Aufführungsorte an der frischen Luft, auf Feldern und Wiesen, ohne Bühnenlicht, Scheinwerfer, Tanzboden und Vorhängen?

Es entsteht aus der Perspektivlosigkeit Flexibilität und die Öffnung zu etwas Neuem hin, doch wollen wir unsere Theater und Aufführungsstätten wirklich missen?


Tanz:

Miriam Markl

Crystal Schüttler


Kamera und Fotos:

Zoe Zahra Corro Schüttler




Kommentare


28. Februar

Hang Out
Einlass 19:00 Uhr / Beginn 19:15 Uhr

Eine Zeitgenössische Tanzperformance.

 

Was macht uns als Individuen aus? Und wer werden wir, wenn wir zusammenkommen?
Wie viel Raum nehmen wir ein – und wie lässt sich dieser Raum über Körper, Stimme und Musik erspüren, formen und erweitern?

In HANG OUT nehmen drei Tänzer:innen und ein Musiker den Raum ein: Sie gestalten ihn nach ihren eigenen Bedürfnissen, verbinden sich mit Gerüststangen, ziehen Grenzen, überschreiten sie wieder und erschaffen so einen gemeinsamen Ort – mal fragil, mal kraftvoll, immer in Bewegung.

Ausgangspunkt der Tanzperformance ist das gemeinsame Rumhängen – als Praxis, in der „nichts muss“, aber „alles kann“. Aus dem scheinbaren Nichtstun entstehen Begegnungen, Spannungen und neue Dynamiken.
Wie geht eigentlich Rumhängen? Was passiert, wenn wir uns Zeit lassen? Und welche ungeahnten Potenziale liegen genau darin?

HANG OUT lädt ein zum Beobachten, Mitfühlen und Verweilen – ein Raum, der sich öffnet und verändert, genau wie wir selbst.

 

Einlass: Samstag 28. Februar, ab 19:00 Uhr

Beginn: 19:15 Uhr

Ort: Theater Haus Semilla, Kraichgau

 

Tickets? (siehe rechts)

Vorverkauf: → Regulär 18 € / Ermäßigt 15 € / Jugendliche 10 €

Abendkasse: → Regulär 20 € / Ermäßigt 17 € / Jugendliche 12 €

Wer steckt dahinter?

Eine Veranstaltung von Zeit Tanz Land e.V. – dem Verein, der

professionelle Tanz- und Performancekunst in den ländlichen Raum

bringt. In enger Zusammenarbeit mit regionalen und nationalen

Künstler*innen aller Sparten entstehen hier lebendige, nachhaltige

Kulturformate.

 

Neugierig geworden?

Mehr Infos, Mitglied werden oder einfach inspirieren lassen:

👉 www.zeittanzlandverein.de

Ticketlink:

Hang Out | Semilla

Abendkasse:

Reguläres Ticket Erwachsene 20 €

Ermäßigtes Ticket Erwachsene 17 €

Ticket Vereins-Mitglieder ZTL e.V. 9 €

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